Ein Abendessen, zwei Gläser Rotwein und dieser violette Schimmer auf den Zähnen, der Sie bis in den Badezimmerspiegel verfolgt. Rotweinflecken auf den Zähnen sind kein unabwendbares Schicksal am Ende des Abends: Sie haben bestimmte Ursachen – und somit auch bestimmte Lösungen. Hier erfahren Sie, warum Wein sich festsetzt und wie Sie wieder ein strahlendes Lächeln bekommen, ohne auf Ihren Lieblingswein verzichten zu müssen.
Warum färbt Rotwein so stark ab?
Rotwein vereint drei Faktoren, die ihn zu einem der Hauptverursacher von Zahnverfärbungen machen:
- Chromogene: intensiv gefärbte Pigmente (dieselben, die eine weiße Tischdecke verfärben), die sich auf dem Zahnschmelz ablagern;
- Tannine: Sie machen die Zahnoberfläche „haftender“ und helfen den Pigmenten, sich dort festzusetzen – deshalb färbt auch sehr gerbstoffreicher Tee ab;
- Säure: Sie weicht die Oberfläche des Zahnschmelzes vorübergehend auf, wodurch dieser Pigmente noch leichter aufnimmt.
Das Ergebnis: ein gräulicher oder violetter Farbton, der sich zunächst oberflächlich festsetzt und sich dann einnistet, wenn er nicht regelmäßig entfernt wird.
Die richtigen Gewohnheiten während und nach dem Trinken
Goldene Regel: Putzen Sie Ihre Zähne nicht sofort nach einem Glas Wein. Der durch die Säure aufgeweichte Zahnschmelz wird dann beim Putzen angegriffen. Warten Sie etwa dreißig Minuten – die Zeit, die der Speichel braucht, um seine neutralisierende Wirkung zu entfalten.
- Ein Glas Wasser zwischen zwei Gläsern Wein: die einfachste Spülung der Welt;
- Ein Stück Käse am Ende der Mahlzeit: Kalzium hilft, die Säure zu puffern – die Tradition hat manchmal recht;
- Kauen Sie Ihren Wein nicht: Je kürzer der Kontakt, desto weniger haften die Tannine;
- Gründliches Zähneputzen am selben Abend, sobald die halbe Stunde vergangen ist: Frische Pigmente lassen sich viel leichter entfernen als festgesetzte Pigmente.
Diese Reflexe gelten übrigens für alle großen „Färbemittel“ – wir haben Ihnen bereits erklärt, warum Kaffee und Tee die Zähne vergilben und wie man dem entgegenwirkt.
Die Routine, die sich hartnäckiger Flecken entledigt
Für bereits vorhandene Ablagerungen ist eine tägliche und schrittweise Vorgehensweise erforderlich:
- Eine Anti-Flecken-Zahnpasta, die speziell für hartnäckige Pigmente entwickelt wurde: Unsere Anti-Flecken Kaffee ist für die Chromogene von Kaffee, Tee… und Wein konzipiert – dieselbe Kategorie von Übeltätern;
- Alternativ eine Zahnpasta mit Aktivkohle wie die Aktivkohle Weißmacher, deren Porosität farbige Ablagerungen aufnimmt, bevor sie sich festsetzen;
- 3 bis 4 Wochen Regelmäßigkeit: Die Flecken verschwinden schrittweise, sie gehen auf die gleiche Weise weg;
- Eine jährliche Zahnreinigung bei Ihrem Zahnarzt, um die Ausgangsbedingungen wiederherzustellen – die Zahnpasta pflegt, ersetzt aber keine professionelle Reinigung.
Liebhaber von Kaffee und Wein? Das Anti-Flecken- + Kohle-Duo gibt es im Paket, speziell für dieses Profil entwickelt.
FAQ – Rotwein und Zähne
Färbt Weißwein auch die Zähne?
Er lagert keine Pigmente ab, aber seine Säure schwächt den Zahnschmelz und macht ihn anfälliger für Verfärbungen durch andere Lebensmittel. Er „bereitet den Boden vor“, anstatt selbst zu färben.
Verschwinden Weinflecken von selbst?
Sehr frische Ablagerungen können beim nächsten Zähneputzen verschwinden. Einmal festgesetzt, verschwinden Flecken nicht ohne regelmäßige mechanische Einwirkung – angepasste Zahnpasta, dann eine Zahnsteinentfernung, wenn sie älter sind.
Muss man auf Rotwein verzichten, um weiße Zähne zu behalten?
Nein. Mit den richtigen Gewohnheiten während des Trinkens und einer täglichen Anti-Flecken-Routine lassen sich Önologie und ein strahlendes Lächeln durchaus vereinbaren.
Zusammenfassend
Rotwein färbt durch seine Pigmente, haftet durch seine Tannine und nutzt seine Säure aus – aber eine angepasste Routine verschafft in wenigen Wochen wieder den Vorteil. Nicht sicher, welche Zahnpasta Sie für Ihre Gewohnheiten benötigen? Unser personalisierter Quiz leitet Sie in zwei Minuten an, mit einem Glas in der Hand, wenn Sie möchten.